Und_ich

Und ich?

Wir alle leben auf Kosten anderer Menschen, der Natur und unserer Nachkommen. Das geht auf die Dauer nicht gut. Wir zahlen nicht den wahren Wert für unsere Konsumgüter, vor allem für Kleidung, Nahrung und Energie.

Andere zahlen mit.

Wer zahlt mit?

z.B. unsere Arbeitslosen; entlassen, weil die Betriebe die Fertigung ins Ausland verlegen;

z.B. die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Dritten Welt mit einem Hungerlohn;

z.B. unsere bäuerlichen Betriebe mit Höfesterben, weil der Ertrag die Kosten nicht mehr deckt;

z.B. die Tiere mit Massenhaltung;

z.B. unsere Erde mit Verseuchung durch Farbstoffe, Herbizide, Pestizide, Gülle, etc.;

z.B. unsere Gesundheit mit Allergien und anderen umweltbedingten Krankheiten, weil Kleidung, Lebensmittel, Luft und Wasser mit Schadstoffen belastet sind;

z.B. unsere Nachkommen mit Ozonlöchern, verseuchten Böden, verseuchtem Wasser, verseuchter Luft, Atommüll, kranken Wäldern, etc. Sie tragen die Folgekosten!

Was kann ich tun?

Ich kann meinen Lebensstil ändern und zum Beispiel die folgenden Empfehlungen beachten:

Essen und Trinken

weniger Fleisch essen und das nur von Tieren aus artgerechter Haltung

weniger Fertiggerichte kaufen

Lebensmittel aus biologischem oder zumindest kontrolliert integriertem Anbau kaufen

frische Produkte aus der Region entsprechend der Saison kaufen

Waren wie Kaffee, Tee, Schokolade und Orangensaft nur aus fairem Handel kaufen

Kleidung

Beim Kauf von Kleidung darauf achten,

dass diese hochwertig, gut verarbeitet, haltbar und zeitlos ist und nicht in die chemische Reinigung muss,

ökologisch und sozial verträglich hergestellt ist.

Energie

Nicht benötigte Lampen ausschalten

Energiesparbirnen oder LED-Birnen nutzen,

Strom sparende Geräte kaufen,

"Standby" ausschalten,

Fenster und Türen abdichten

Heizkörpernischen und Rolladenkästen isolieren

Nur kurze Stoßlüftung statt Kipplüftung

Die Heizung ein Grad niedriger stellen,

Die Waschmaschine voll beladen,

Die Wäsche möglichst draußen oder im Keller trocknen.

Warmwasser sparsam nutzen

Zu Ökostrom wechseln

Nach Möglichkeit regenerative Energien nutzen

Wasser

Trinkwasserverbrauch reduzieren, auch durch Wasser sparende Armaturen und Geräte, Regenwasser, evtl. Grundwasserbrunnen nutzen

Umweltschonende Putz-, Wasch- und Reinigungsmittel verwenden

Auf Rohrreinigungsmittel, Weichspüler und salzhaltige Streumittel verzichten

Duschen statt baden

Grünanlagen und Hausgärten

Auf chemische Düngemittel, auf Pflanzen- und Tiervernichtungsmittel, Torf und Torfprodukte verzichten

Haus und Dach begrünen zur Förderung von Sauerstoffproduktion, zur Klimaverbesserung und zum Wärmeschutz der Gebäude

Bei Neuanpflanzungen standortgerechte, heimische Gehölze und Bäume berücksichtigen

Nistkästen anbringen

Autofahren/Flugreisen

Jede unnötige Fahrt vermeiden

Einen Wochenplan machen und mehrere Einkäufe und Besorgungen miteinander verbinden

Fahrgemeinschaften bilden,

Wo immer es geht, Fahrrad, Bus und Bahn nutzen und kleine Strecken zu Fuß gehen,

Freiwillig Geschwindigkeit begrenzen (Landstraße 80 km/h, Autobahn 120 km/h)

Bei Autokauf auf sparsamen Treibstoffverbrauch achten

Flugreisen nur, wenn unumgänglich, dann aber eine Spende für ein Umweltprojekt geben

Müll

Müll reduzieren, besonders durch Verzicht auf Einweggeschirr, Getränke in Einwegflaschen und andere Produkte in aufwändigen Einwegverpackungen

Größere Verpackungseinheiten kaufen

Abfälle getrennt sammeln und entsorgen

Nach Möglichkeit organische Abfälle kompostieren

Sonstiges

Recyclingpapier für Büro, Schule und Hygienebereich mit dem blauen Engel nutzen

Auf Spraydosen und Alufolie verzichten

Bei Neubau und Renovierungsarbeiten umwelt- und gesundheitsschonende Materialien verwenden

Stofftaschen anstelle von Plastik- und Papiertüten nutzen

Auf Artikel aus Tropenholz (ohne FSC – Umweltsiegel), Krokodilleder, Elfenbein oder Naturpelz verzichten

So tragen Sie dazu bei, dass Menschen, Tiere und Pflanzen weniger ausgebeutet werden und dass unsere Nachkommen eine lebenswerte Welt erben!

Stand: 29. April 2015