Ratsbeschlüsse

Nachstehend finden Sie u.a. die Ratsbeschlüsse zur Einrichtung der Lokalen Agenda 21 in Neukirchen-Vluyn und zu ihren Leitzielen.

Grundsätzliches

Grundsatzbeschluss vom 16. September 1998 über die Erarbeitung einer Lokalen Agenda 21 für Neukirchen-Vluyn

Der Rat beschließt:

Die Stadt Neukirchen-Vluyn verpflichtet sich dem Leitbild der Nachhaltigkeit (hervorgegangen aus der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992) als zentralem Leitbild ihrer ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklung.

Die Stadt Neukirchen-Vluyn bekennt sich nachdrücklich zu ihrer Verantwortung, auf lokaler Ebene die notwendigen Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung im 21. Jahrhundert im Rahmen einer "Neukirchen-Vluyner Agenda 21" gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Kirchen, der Wirtschaft, den Gewerkschaften, den Parteien und sonstigen gesellschaftlichen Gruppen zu erarbeiten und umzusetzen. Ein besonderes Gewicht kommt hierbei der Beteiligung von Frauen und Jugendlichen an Planungs- und Entscheidungsprozessen zu.

Zur Erarbeitung und Durchsetzung einer "Neukirchen-Vluyner Agenda 21" beschließt der Rat der Stadt Neukirchen-Vluyn folgende Maßnahmen.

1. Zur Lenkung und Begleitung des Agenda-Prozesses richtet die Stadt Neukirchen-Vluyn einen "Agenda-Beirat" ein, in den Vertreterinnen und Vertreter des Rates, der Verwaltung, des ökumenischen Forums, des Frauenforums (insgesamt 7 - 9) und Vertreterinnen und Vertreter weiterer Gruppierungen (insgesamt 7 - 9) berufen werden. Vorschläge für die weiteren Gruppierungen werden von einem hierzu einzuberufenden “Runden Tisch“ aller gesellschaftlich relevanten Gruppen und Bürger/innen gemacht und von den bereits benannten Gruppen festgelegt. Die Aufgaben des Agenda-Beirates ergeben sich aus der Vorlage (siehe Punkt 1, 2).

Außerdem erhält der Agenda-Beirat ein Vorschlagsrecht zur Vergabe der Fördergelder für Entwicklungsarbeit.

2. Zur Erfüllung seiner Aufgaben beruft der Agenda-Beirat ein Aktionsteam von 3-5 Personen aus den eigenen Reihen, dem auch ein/eine Agenda-Koordinator/in in der Verwaltung angehört.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, in den nächsten 2 Jahren eine Bestandsaufnahme aller Projekte im Sinne der Lokalen Agenda 21 von bereits durchgeführten, laufenden und geplanten Maßnahmen vorzunehmen. Für einen erfolgreichen Agenda-Prozess ist Voraussetzung, dass sein Anliegen in die Arbeit aller Fachbereiche der Verwaltung einbezogen wird und eine fachliche Begleitung der Projektgruppen erfolgt.

4. In einer Auftaktveranstaltung, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Interessengruppen, die Parteien und die Verwaltung eingeladen werden, soll der Prozess der Lokalen Agenda 21 eingeleitet werden. Ziel ist die Einberufung eines Runden Tisches und die Bildung von Projektgruppen.

Der Rat beschließt dies im Bewusstsein, dass die komplexen und zugleich weltweit vernetzten Zukunftsaufgaben nicht allein mit den verfügbaren Kräften der Verwaltung als ausführendem Organ des Rates zu bewältigen sind. Die Antragsteller sind über das Beratungsergebnis zu informieren.