Anders

"anders besser leben"

Die Projektgruppe „anders besser leben“ setzt sich dafür ein, in der Bevölkerung von Neukirchen-Vluyn ein größeres Bewusstsein für die weltweiten ökologischen und sozialen Folgen unseres Konsumverhaltens zu wecken und den Kauf und Verkauf von regionalen und "fair" gehandelten Waren sowie von Bio-Produkten zu fördern.

Zusammen mit dem Ökumenischen Forum-Agenda 21 Neukirchen-Vluyn führt die Gruppe jedes Jahr zur Fastenzeit Aktionen zum Thema Lebensstil durch und beteiligt sich am Erntedankfest im Dorf Neukirchen.

Ansprechpartnerinnen:
Pfarrerin Juliane Kollmann-Rusch, Tel.: 298 141
Waltraud Weinhold, Tel. 5466,

Projektgruppe "anders besser leben"

1. Die Projektgruppe "anders besser leben" begann ihre Arbeit im April 1999 unter dem Namen "Konsumverhalten und die Eine Welt" in Kooperation mit dem Ökumenischen Forum – Agenda 21. Sie bestand aus zehn Mitgliedern, die sich monatlich trafen, und endete in dieser Form mit dem zweiten Runden Tisch am 6. September 2002. Ihre Schwerpunkte waren:

a) Regionalvermarktung

  • Dieses Projekt wurde von Frau Schönfelder, Stadt NV, begleitet und führte zu einem "Runden Tisch Regionale Vermarktung" mit Erzeugern, Verarbeitern und Anbietern aus Neukirchen-Vluyn und Umgebung sowie Vertretern aus dem Kreis Wesel. Das Interesse war so groß, dass die Federführung auf den Kreis Wesel überging und das "Aktionsbündnis Direkt- und Regionalvermarktung im Kreis Wesel" entstand.

  • Für Neukirchen-Vluyn wurde ein Bauernmarkt organisiert, der am 5. September 2002 seine Arbeit begann und jeden Donnerstagnachmittag von 14.30 – 18.00 Uhr in Neukirchen Dorf auf der Hochstraße stattfindet. Sonderaktionen wie die jährliche Pflanzentauschbörse sorgen für besondere Werbung.

b) Fairer Handel

  • Zur Förderung des Verkaufs und Kaufs fair gehandelter Waren, insbesondere Kaffee und andere Lebensmittel, wurde ein Einkaufsführer erstellt, nachdem im Vorfeld alle einschlägigen Geschäfte gebeten worden waren, solche Produkte ins Sortiment aufzunehmen.

  • Auch Gaststätten und Großverbraucher wurden beworben, Fairkaffee auszuschenken. Auf Antrag der Gruppe fasste der Rat der Stadt den Beschluss, bei offiziellen Anlässen im Rathaus nur Fairkaffee auszuschenken.

  • Der "Neukirchen-Vluyner Kaffee", fair und bio, mit Bild von Schloss Bloemersheim auf der Tüte, wurde initiiert und vielfältig auf Märkten und Festen beworben.

  • Die Gruppe setzte sich auch für den Kauf und Gebrauch von fairen Bällen, besonders bei Schulen und Sportverbänden, ein.

  • Außerdem initiierte sie die Projektgruppe „Vorlesepaten“ sowie die „Neukirchen-Vluyner – Tafel“, letztere wurde inzwischen zu einem eingetragenen Verein
    (1. Vorsitzender: Helmut Stoffels, Telefon 0177/6146595,

    Näheres unter
    http://www.neukirchen-vluyner-tafel.de/) .

2. Seit dem zweiten Runden Tisch wird die Arbeit der Projektgruppe unter dem heutigen Namen projektbezogen fortgeführt. Ziel ist weiterhin, die Bevölkerung für den Kauf von regional, biologisch und fair erzeugten Waren und damit für eine zukunftsfähigere Lebensweise zu gewinnen.

  • Den Auftakt machte eine Podiumsdiskussion "Kommune und Kirche gemeinsam auf dem Weg in eine zukunftsfähige Stadt".

  • Eine weitere große Podiumsdiskussion zum Thema „Keine Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit auf den Friedhöfen unserer Stadt“ wurde von der Gruppe vorbereitet und durchgeführt.

  • Ein Einkaufsführer "Einkaufen in Neukirchen-Vluyn, regional – bio – fair" und ein weiterer zum Thema "Recyclingpapier mit dem blauen Engel" wurden erarbeitet, nachdem alle einschlägigen Geschäfte aufgesucht worden waren. Diese werden derzeit nicht mehr aktualisiert.

  • Zur Fastenzeit beteiligt sich die Gruppe an den Aktionen des Ökumenischen Forums – Agenda 21. Die Themen sind jeweils „Bewahrung der Schöpfung“ oder „ weltweite soziale Gerechtigkeit“. Zum Erntedankfest im Dorf Neukirchen organisiert die Gruppe unter dem Motto „Niederrheinisches FAIRgnügen“, zusammen mit dem Ökumenischen Forum und in Kooperation mit dem Stadtmarketing, Stände und Aktionen vor der Dorfkirche.

  • Im September 2004 organisierte die Gruppe den ersten "Niederrheinischen Markt der Möglichkeiten", regional und fair, mit Aktionen in den Gaststätten. Die Idee wurde anschließend vom Kreis Wesel übernommen und die Veranstaltung fand danach jeweils in einer anderen Kommune des Kreises statt.

  • Auf das Engagement der Gruppe für den Fairen Handel geht auch die Bewerbung der Stadt um den Titel „Fair- Trade Town“ zurück.

Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der Zeittafel.